Glaubenssatz des Tages: Geld ist gut!

Heute möchte ich einen Glaubenssatz vorstellen, der mir eine ganz andere Sicht auf die Welt ermöglicht hat. Es geht dabei um Geld und ja, ich weiß, dass dieser Glaubenssatz nicht bei allen gleich auf Akzeptanz stoßen wird.

Geld ist gut!

Uiuiui, da lehne ich mich jetzt ein bisschen hinaus. 😉 Ich kenne in meiner Umgebung viele, ja sehr viele Menschen, die bei diesem Satz zumindest etwas misstrauisch blicken.

Wie komme ich auf die Annahme, dass Geld gut ist? Ich war einmal beruflich auf einer Vertriebsschulung. Wir Teilnehmer wurden reihum gefragt, warum wir uns entschieden hatten, für die Firma zu arbeiten. Einer der anderen Vertriebspartner stammelte etwas unbeholfen einige Sätze hervor – von wegen Selbständigkeit, Erfolg, Anerkennung. Es war ihm sichtlich peinlich darüber zu sprechen. Ganz verstohlen bemerkte er, “ja und ein bisschen Geld möchte ich auch verdienen, damit mal davon leben kann”. Es war ihm echt peinlich, das Geld auch nur anzusprechen.

Die Trainerin hingegen erwiderte kurz bündig und knackig: “Geld ist gut! Merk Dir das! Weiter…”. Sichtlich überrascht fuhr der gute Mann fort. Man merkte bereits im nächsten Satz, dass es ihm deutlich leichter von den Lippen ging.

Seit jenem besagten Tag habe ich diesen Satz nicht mehr vergessen. Was der Trainerin so beiläufig und selbstverständlich von den Lippen ging, hat sich bei mir im Kopf fest verankert.

Die falschen Glaubenssätze über Geld

Geld ist gut? Haben wir nicht von klein auf gelernt, dass Geld schlecht ist? Oder, dass man über Geld nicht spricht? Haben wir nicht immer Sätze gehört wie “Geld verdirbt den Charakter” und dergleichen Negatives mehr? Und jetzt komme ich daher und erzähle Dir, Geld sei gut?

Warum denken aber so viele Menschen negativ darüber? Nun, vielleicht, weil ihnen das von klein auf eingebläut wurde. Vielleicht, weil die Personen, die einem so etwas einbläuen, selbst keine Ahnung vom Umgang mit Geld hatten und deshalb schlechte Erfahrungen machten. Da Selbstreflektion nicht jedermanns Sache ist, wird schnell ein Schuldiger ausfindig gemacht – das böse Geld!

Das Geld-Paradox

Interessanterweise sind mir im Laufe meines Lebens viele Menschen über den Weg gelaufen, die in der einen Minute über Geld schimpften, in der anderen Minute erklärten, dass ein bisschen mehr Geld auch nicht schaden könnte.

Wie kann das zusammenpassen? Da ist jemand, der zwar kein Geld mag, aber trotzdem gerne mehr davon hätte. Hm… was für ein Widerspruch!

Warum denkt jemand so? Ich glaube, Menschen, die Geld gegenüber negativ eingestellt sind, handeln aus verschiedenen Motiven. Unwissenheit, Angst oder fest verankerte Glaubenssätze sind nur einige davon.

Was ist Geld?

Geld ist in unserer Gesellschaft als Zahlungsmittel bekannt. Darüber hinaus ist es aber noch mehr. Hier ein paar Beispiele:

Geld ist ein Werkzeug

Mit Geld kann man gute Dinge machen und eben auch weniger gute. Geld selbst ist nur das Mittel zum Zweck. Ob Geld nun gut oder schlecht eingesetzt wird, hängt ganz alleine an der Person, die es verwendet. So einfach ist das.

Geld ist ein Energiespeicher

Klingt komisch? Nein, es ist schon so. Geld ermöglicht es einem, Dinge zu tun, die man ohne Geld nicht machen könnte. Es tauscht z.B. Zahlen auf einem Konto gegen eine Hotelübernachtung oder eine Tankfüllung. In der Regel muss man Energie aufwenden, um Geld zu erhalten. Diese “Energie” kann man dann wieder eintauschen.

Geld ist ein Spielgel des eigenen Charakters

Ein alter Glaubenssatz besagt, dass Geld den Charakter verdirbt. Das stimmt so jedoch nicht. Geld verstärkt die Charakterzüge. Ein großzügiger Mensch mit Geld hat noch mehr Möglichkeiten, sich für seine Mitmenschen einzusetzen. Hingegen wird ein geiziger Mensch vielleicht noch raffgieriger. Oft zeigt sich der wahre Charakter eines Menschen erst, wenn er zu Geld kommt.

Mein Tipp: lerne, mit Geld umzugehen. Das muss kein Vermögen sein, aber wenn Du Sicherheit im Umgang mit Geld hast, wirst Du auch viel entspannter damit umgehen. Man hört immer wieder von Menschen, die im Lotto gewonnen haben und dann Millionen innerhalb eines Jahres verprasst haben. Nebenbei ging oft der komplette Freundeskreis drauf. Hätten sie mal gelernt, wie Geld funktioniert oder einfach nur mal gelegentlich auf’s Bankkonto geschaut, dann wäre ihnen das vielleicht erspart geblieben.

Geld ist… nicht alles!

Zu guter letzt mein Fazit. Geld ist gut, wenn man weiß, wie man damit umgeht. Es ist halt, wie bereits erläutert, ein Werkzeug. Ohne Geld tut man sich in unserer Gesellschaft schwer.

Trotzdem: Geld ist nicht alles! Man muss kein riesiges Vermögen auf dem Konto haben, um glücklich zu sein. Es gibt sogar Menschen, die ihr Vermögen verschenken, weil sie sich ohne viel Geld besser fühlen.

Mein Tipp: bilde Dich finanziell. Wenn Du weißt, wie Geld funktioniert, kannst Du so manche finanzielle Situation vielleicht besser einschätzen.

Darum noch einmal: Geld ist gut, aber Geld ist nicht alles im Leben!

Foto: martaposemuckel – pixabay.com

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