Meckern für Anfänger

Kennst Du diese Mecker-Fritzen, die immer irgendwo etwas auszusetzen haben? Möchtest Du gerne auch mal so richtig meckern können, bist aber in Deiner Grundeinstellung zu positiv? Keine Sorge, ich zeige Dir hier ein paar einfache Tipps, wie auch Du schnell schlechte Laune verbreiten kannst.

Nein, Spaß beiseite. Die Welt hat schon genug Meckerfritzen. Ich möchte Dir aber trotzdem ein paar Tricks zeigen, wie Meckerer schnell schlechte Laune verbreiten können. Warum? Damit Du in Zukunft besser gegen Meckerfritzen (damit meine ich natürlich auch alle Meckerfritz*innen 😉 ) gewappnet bist.

Ich möchte auf keinen Fall, dass Du im Anschluss an diesen Artikel zu meckern beginnst. Du sollst lediglich wissen, wie es geht, damit Du besser damit umgehen kannst.

Hier also ein paar Tipps, wie man gekonnt meckern kann, bzw. Tipps zum Umgang mit dieser Taktik, wenn andere sie anwenden, wie Du sie erkennst und was Du dann dagegen tun kannst.

Eines noch vorab: viele Meckerer merken es gar nicht, wenn sie meckern. Es hat sich so in deren Sprachgebrauch eingebürgert, dass es für viele schon normal ist. Meckern ist auch oft eine Art Ventil, um Dampf abzulassen, der oftmals mit dem eigentlich Gesagten nicht viel bis gar nichts zu tun hat.

Taktik 1: Sprich nie über positive Sachen oder Ereignisse!

So geht’s:

Meckern ist negativ. Also sprechen Meckerfritzen über alles, was aus Ihrer Sicht negativ ist. Wenn z.B. die Sonne scheint, dann jammern sie, dass es wieder so heiß ist.

Tipp zum Umgang mit dieser Taktik

Wenn Dir jemand mit dieser Taktik was vormeckert, dann weise ihn auf die positiven Seiten hin. Also wenn jemand z.B. jammert, weil es regnet, dann finde eine positive Folge des Regens. Vielleicht packst Du diese ja auch noch in ein Sandwich, d.h. Du gibst der Person erst Recht, dann kommt Dein Gegenargument und dann gibst Du der Person wieder Recht.

So könntest Du sagen: “Ja, ich bin heute morgen auf dem Weg zu Arbeit auch richtig nass geworden. Dennoch freue ich mich, dass es heute regnet. Mein Rasen ist ja schon richtig ausgetrocknet, Der braucht dringend mal wieder Regen. Aber spätestens zum Wochenende möchte ich auch wieder Sonnenschein haben.

Taktik 2: Formuliere alles negativ!

So geht’s:

Meister-Meckerer formulieren alles negativ! Es gibt nichts Schönes in ihrem Leben. Wenn dann doch etwas mal schön ist, dann sagen sie einfach dass es “nicht schlecht” ist. Sie formulieren quasi etwas negativ und negieren es durch ein “nicht”. So können sie vermeiden, dass sie positive Worte verwenden müssen.

Tipp zum Umgang mit dieser Taktik

Wenn Dir jemand auf diese Art was vormeckert, so scheue Dich nicht es zu hinterfragen. Also auf eine Aussage wie: “Das war nicht schlecht!” kannst Du ja entgegnen: “Du meinst also, dass es gut war?” Jetzt kann der Meckerfritz entweder zustimmen oder schlimmstenfalls sagen: “Das habe ich ja gerade gesagt!” Worauf Du entgegnen kannst: “Nicht ganz. Du hast gesagt, dass es nicht schlecht war, meintest aber, dass es gut war. Für mich gibt es da einen Unterschied.” Klingt vielleicht etwas belehrend, aber hat schon dem einen oder der anderen Meckererin zum nachdenken gebracht.

Taktik 3: Tilgungen, Generalisierungen, Verzerrungen

Ich fasse diese drei Punkte zusammen. Wenn Du Dich mit NLP auseinandergesetzt hast, kennst Du wahrscheinlich das Meta-Modell der Sprache. Auf dieses werde ich hier jedoch nicht tiefer eingehen, da dies den Rahmen sprengen würde. Gerne werde ich an anderer Stelle darüber schreiben. Hier jedoch mal kurz, was die drei Begriffe bedeuten:

  • Tilgungen lassen einen Teil des Satzes, der Informationen über das Verb enthält einfach weg z.B. “Ich fürchte mich.
  • Generalisierungen nutzen sogenannte Universalquantoren wie jeder, niemand um eine Aussage zu verallgemeinern z.B. “Niemand mag mich”.
  • Verzerrungen wandeln Erfahrenes auf verschiedene Arten um. Hier nur ein Beispiel: “Du magst mich nicht!”

Tipp zum Umgang mit dieser Taktik

Bei Tilgungen, Generalisierungen und Verzerrungen werden Informationen weggelassen. Frag einfach nach den fehlenden Informationen. So kannst Du den Wind etwas aus den Segeln nehmen.

  • Tilgungen z.B. “Ich fürchte mich.” “Wovor fürchtest Du Dich genau?”
  • Generalisierungen z.B. “Niemand mag mich”. “Glaubst Du, Deine Mutter mag Dich nicht?” Generalisierungen eignen sich hervorragend zum Meckern. Gerade Worte wie “man” lassen einen Kritik üben, ohne dass sich jemand davon angesprochen fühlen muss. So kann man munter in den Tag rein meckern. Auch hierbei bietet es sich an zu hinterfragen: “Wer ist man? Wen meinst Du damit?
  • Verzerrungen z.B. “Du magst mich nicht!” “Wieso glaubst Du, dass ich Dich nicht mag?”

Wie gesagt, ist das Meta-Modell der Sprache umfangreicher, als es hier in diesem Artikel erläutert werden kann. Wenn es Dich interessiert, dann beschäftige Dich ruhig mehr damit. Es ist ein sehr interessantes Werkzeug.

Zum Abschluss noch ein Tipp

Es gibt Magic-Words, die es Meckerern leicht machen, schlechte Laune zu verbreiten, wie z.B.

  • Aber…”
  • „… schlecht…“
  • „Geht nicht…“

Du hast jetzt ein paar Tipps bekommen, wie Du mit dieser Art von Kommunikation umgehen kannst. Du wirst aber auf die Schnelle keine Wunder bewirken können.

Wie gesagt: manche Menschen nutzen Meckern als Ventil, um mal Dampf abzulassen. Diese Art Meckerer sollten also erst einmal die Wurzel der üblen Laune finden und gegebenenfalls beseitigen.

Trotzdem bin ich der Meinung, dass es Sinn machen kann, meckernden Mitmenschen gelegentlich ein bisschen den Wind aus den Segeln zu nehmen. Denn oft sind es nur Gewohnheiten, die irgendwann mal entstanden sind und welche sie veranlassen so zu reden wie sie eben reden. Manche Redewendung wird zu gewissen Situationen vielleicht schon automatisch losgelassen. Wer weiß, vielleicht erwacht ja der eine oder die andere Meckererin durch Deine Unterstützung und gewöhnt sich eine positivere Formulierung an.

Denn eines ist klar: wer dauernd meckert, kann nicht wirklich fröhlich sein. Anders rum: wer positive Gedanken hat und diese auch so formuliert, kann doch eigentlich gar nicht schlecht drauf sein, oder? 😉

Ich wünsche Dir noch einen schönen, positiven und fröhlichen Tag.

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